API-first ist ein Grundsatz für das ganze Unternehmen, Design-first eine Arbeitsweise im einzelnen Projekt. Nach API-first definiert ein Team jede API in einer Standardsprache, bevor es sie implementiert, wobei Kolleginnen, Kollegen und künftige Nutzer den Entwurf früh prüfen. Diesen Grundsatz verankern die Guidelines von Zalando ebenso wie die Architekturempfehlung der Schweizer Bundesverwaltung von 2022. Design-first setzt ihn im Projekt um, indem die OpenAPI-Beschreibung vor dem Code entsteht.
Das API-Design ist die Phase bei der Entwicklung einer API, in der ein Entwickler die Regeln bzw. den Vertrag der Schnittstelle festlegt: Ressourcen und Pfade, Methoden, Datenformate, Fehlermeldungen und Versionen. Dieser Vertrag bindet beide Seiten, den API-Anbieter und jedes System, das sie nutzt. Verwaltet und überwacht werden fertige APIs anschließend mit entsprechender API-Management-Software.
Ressourcen sind dabei die Objekte, die eine API anbietet, in der Supply Chain etwa Aufträge, Sendungen oder Lagerbestände. Wie eine REST-API Ressourcen, Methoden und Statuscodes einsetzt, klären wir in den Grundlagen der REST-API.
Für HTTP-APIs beschreibt die OpenAPI Specification diesen Vertrag in einem standardisierten Format. Ein OpenAPI-Dokument ist ein JSON-Objekt, das sich in den Textformaten JSON oder YAML schreiben lässt und unabhängig von Programmiersprachen ist.
Nicht jedes Tool beherrscht eine neue Ausgabe sofort, weshalb vor der Wahl einer Ausgabe genau geprüft werden muss, welche Version vorhandene Tools verarbeiten.